Hashtags wie #zerowaste oder #wastelessliving werden immer häufiger auf Instagram und Co, aber was versteckt sich eigentlich hinter dem vermeintlichen Öko-Trend?

Der Name sagt eigentlich schon alles: Zero Waste, also kein Müll. Im Idealfall bleiben am Ende nur noch Kompost und mögliche Recyclingabfälle wie Papier oder Glas übrig.

Hört sich erstmal unmöglich an, ist es aber nicht. Man wird natürlich nicht Abfallfrei über Nacht, es ist gerade anfangs definitiv eine Umstellung, aber lass dich nicht von große Zero Waste Vorreitern einschüchtern, die schon mehrerer Jahre absolut müllfrei leben, denn auch sie haben irgendwo angefangen und den lifestyle über Zeit in ihr Leben integriert. Aber sie haben es geschafft- und das kannst du auch!

Das Gute ist, schon die ersten kleinen Änderungen in deinem Alltag sind ein Schritt in Richtung Besserung für unsere Umwelt. Wenn du dir jetzt denkst: super! -wann kann ich anfangen oder du sogar schon länger mit dem Gedanken spielst aber nie wusstest, wie du anfangen sollst, bist du hier genau richtig.

Hier sind 4 essentielle Tipps um dir den Einstieg zu erleichtern und einfache Dinge, die du sofort in deinem Alltag ändern kannst um müllfreier zu leben:

1. Finde dein Warum

Gerade anfangs hilft es sehr einen Grund (oder mehrere) für seine Umstellung zu haben und sich diese(n) immer wieder vor Augen zu halten.

Hasst du es, überall Müll rumliegen zu sehen außer im Mülleimer?

Hast du die Nase voll von Politikern, die mit allen Mitteln versuchen den Klimawandel abzustreiten?

Egal was deine Beweggründe sind, schreib sie dir auf oder tätowiere sie dir auf den Arm. So hast du einen Anker, an den du dich halten und orientieren kannst, wenn dir die mal Motivation oder das Durchhaltevermögen fehlt.

2. Lerne deinen Müll kennen

Lass dich hiervon nicht abschrecken! Damit ist nicht gemeint, dass du durch deinen vollen Mülleimer wühlst. Finde einfach heraus, an welchen Stellen du am meisten Müll produzierst- sei es beispielsweise weggeworfene Lebensmittel oder übermäßig viele Papierhandtücher.

3. Priorisiere

Jetzt wo du weißt an welcher Stelle du am meisten Müll produzierst, hast du schon mal einen perfekten Startpunkt!

Die folgenden Punkte kannst du jetzt also individuell anordnen und priorisieren und dann systematisch abarbeiten:

  • Plastik reduzieren
  • Plastik macht unsere Leben einfacher, zerstört gleichzeitig aber auch unseren Planeten. Wer also Plastik in seinem Alltag eliminiert hat schon die halbe Miete. Ein Leben ohne Plastik scheint zunächst unvorstellbar, es ist oft aber leichter zu ersetzen als man denkt. In unserem letzten Blogartikel besprechen wir 10 Tipps wie man leicht Plastik aus seinem Leben streicht und somit weniger Müll produziert. Mit der wichtigste Schritt in Richtung Low Waste! (Hier gehts zum Blogpost)

  • Recyclen
  • Alles, was trotzdem noch an Müll entsteht, sollte in den Recyclekreislauf zurückgeführt werden. Allerdings werden dabei auch Ressourcen verbraucht, die anders genutzt werden könnten und ist somit nicht absolut optimal.

    Schon gelesene Bücher können zum Beispiel auch mit Freunden getauscht oder an Institutionen gespendet werden. Kleidung kann auch gespendet werden oder man kann bei Kleidertauschparties teilnehmen (Weitere Informationen hier).

  • Kompost
  • Ein Kompost ist eine gute Möglichkeit deinen Biomüll zu beseitigen und relativ leicht umzusetzen!

  • Digitalisierung
  • Durch die Papierproduktion werden weltweit in zunehmendem Maße Wälder geschädigt oder ganz zerstört, großräumig auch andere Ökosysteme belastet, die Artenvielfalt reduziert und Menschenrechte verletzt. Indem man Zeitungen online liest, Newsletter als email empfängt und Notizen/ Aufschriften auf dem Computer, etc. Betätigt kann man eine große Menge Papiermüll einsparen.

  • Weniger Essen wegwerfen
  • Das meiste Essen, das im Müll landet ist eigentlich noch total genießbar, denn das „Mindesthaltbarkeitsdatum“ sollte eher wie das Englische „best before date“ verstanden werden. Es handelt sich nämlich vielmehr um eine Richtlinie, also nicht um ein „Stop! Sofort wegwerfen- das Lebensmittel ist ab heute sofort ungenießbar und giftig“. Produzenten geben damit an, bis wann ein Produkt garantiert seine spezifischen Eigenschaften beibehält (Konsistenz, Geschmack, Geruch, etc.) und dabei sind sie meist eher etwas vorsichtiger. Wenn das Lebensmittel noch gut aussieht (kein Schimmel, keine seltsamen Verfärbungen), noch normal riecht und vorallem noch gut schmeckt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es auch tatsächlich noch gut ist!

  • Nein sagen
  • Auf Messen, etc. werden einem häufig kostenlose Kugelschreiber, Blöcke und vieles mehr angedreht. Wenn mehr Leute zu solchen Werbegeschenken einfach mal „Nein danke“ sagen, werden in Zukunft für solche Events auch weniger produziert und man hat Zuhause nicht tausend Sachen, die am Ende wieder im Mülleimer landen.

  • Einkaufen
  • Deutschland ist mit 18,16 Millionen Tonnen Verpackungsmüll deutlich über dem Durchschnitt in Europa. Mittlerweile gibt es in fast jeder Stadt einen Einkaufsladen, der seine Sachen unverpackt verkauft. Man nimmt einfach selber (Stoff!) Taschen und Gläser mit und kann somit sogar noch präziser über die Menge entscheiden, die man braucht!