Endlich! Bis 2021 sollen diese Einwegprodukte aus Plastik in der EU verboten werden:

  • Einweggeschirr
  • Plastik-Besteck
  • Wattestäbchen
  • Trinkhalme
  • Luftballonstäbchen
  • Fastfoodbehälter aus Polystyrol

Das Verbot ist zwar noch nicht endgültig entschieden, aber mit dem beschlossenen Gesetzentwurf definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Keine Angst- für all diese Produkte gibt es schon plastikfreie Alternativen! Und auch für viele andere Dinge gibt es immer mehr neue und nachhaltige Innovationen. Du kannst also der Allgemeinheit einen Schritt voraus sein und schon jetzt durch kleine Veränderungen im Alltag deinen Plastikkonsum reduzieren. Warum das Ganze? Ganz einfach: Plastik ist nicht nur enorm schädlich für die Umwelt, sondern auch für dich selbst. Lies hier unseren Blogartikel von letzter Woche über 5 Gründe warum man Plastik vermeiden sollte.

Wie kannst du also einfach Plastik aus deinem Leben streichen ohne auf etwas verzichten zu müssen? Der wohl wichtigste und übergreifendeste Punkt ist die Vermeidung von Einwegverpackungen, denn diese machen etwa 62% des gesamten Plastikmülls in Europa aus.

Hier sind 10 einfach ersetzbare Plastikartikel für weniger Müllentstehung:

1. Der Einwegbecher

In Deutschland werden pro Stunde rund 320.000 Einweg-Becher verbraucht. Die sind doch aus Pappe? Ja, aber abgesehen davon, dass auch Papier ein gefährdeter Rohstoff ist und die Rodung von Bäumen einer der Hauptgründe für den Klimawandel ist, sind die meisten Coffee to Go-Becher innen mit einer dünnen Plastikschicht versehen, sowie der Deckel fast immer aus Plastik ist. Dabei ist es so einfach einen wiederverwendbaren Becher mitzunehmen und befüllen zu lassen. Diese halten das Getränk nicht nur viel länger warm, sondern sehen auch toll und individuell aus! Eine große Auswahl gibt es bei Kleankanteen, deren Produkte aus lebensmittelechtem Edelstahl und BPA frei sind. Und sollte der Morgen mal extra stressig gewesen sein und du hast deinen reusable Cup daheim vergessen- trink deinen Kaffee einfach to stay anstatt to go!

2. Die Plastikflasche

Wie nervig ist es bitte jedes Mal extra Geld ausgegeben zu müssen für eine überteuerte 0,5l Wasserflasche? Billiger und tausendmal besser für die Umwelt ist es sich Zuhause Leitungswasser umzufüllen und mitzunehmen. Gerade in die Uni oder in die Arbeit hat man eigentlich eh immer einen Rucksack oder eine Tasche dabei und viele wiederverwendbare Wasserflaschen halten das Getränk sogar viele Stunden kalt und erfrischend. Wer nach einer extra stylishen Variante sucht, dem sind die Glasflaschen von Carrybottles zu empfehlen. Leitungswasser kann man fast überall in Deutschland bedenkenlos trinken und auch unterwegs findet man immer häufiger Wasserspender.

3. Die Plastiktüte

Hast du schon mal daran gedacht wie viele Plastiktüten du jährlich nach dem Shoppen oder Lebensmitteleinkauf wegwirfst? In Deutschland sind es jährlich 6 Milliarden. Dabei liegt die durchschnittliche Gebrauchsdauer für eine Plastik-Tüte in Deutschland bei 25 Minuten. Die beste Alternative ist der trendige Jutebeutel, aber eine einfache Stofftasche macht‘s natürlich auch. In vielen Läden gibt es mittlerweile Taschen mit coolen Sprüchen und Designs. Jutebeutel passen überall rein und sehen cool aus- so einfach ist es. Wer etwas ganz Individuelles möchte, kann sich eine einfache Stofftasche kaufen und mit Textmarkern seinen Lieblingsspruch draufschreiben (macht sich auch toll als Geschenk!). Extra für Obst und Gemüse gibt es von Waschbär wiederverwendbare Beutel die den Einkauf organisiert halten ohne dass man 5 einzelne Einweg-Plastiktüten zu verwenden muss.

4. Die Plastikbrotbox

Wer sein Essen für unterwegs in Brotdosen mitnimmt, spart Verpackungsmüll und macht schon vieles besser. Auch wer keine Lust hat sich sein Essen selbst vorzukochen kann bei jedem Imbiss fragen ob das Essen in die eigene Box gemacht werden kann! Viel cooler als die klassische „Tupperdose“ sind Brotboxen aus Edelstahl wie von Eco Brotbox die ohne Plastik auskommen, langlebig und schadstofffrei sind.

5. Plastikverpackungen in der Küche

Leere Schraubgläser können Frischhalte-/ Alufolien, Plastiktüten und billige Plastikdosen ersetzen und eignen sich perfekt um Lebensmittel, Gewürze und Kräuter zu lagern oder auch als Ordnungssystem für anderen Kleinkram. Man kann einfach leere Marmeladengläser verwenden und muss somit nicht einmal Geld ausgeben- besser und einfacher geht es also echt nicht und mit kreativ selbstdesignten Namensschildern sehen sie sogar echt cool und artsy aus! Zum Frischhalten und Aufbewahren gibt es auch viele Möglichkeiten bei Waschbär.

6. Zahnbürste und Zahnpasta

Wer will schon Plastik im Mund, jetzt wo man weiß wie viele Schadstoffe es beinhaltet? Ich nicht, deswegen greife ich zu nachhaltigen Zahnbürsten aus Bambus von Hydrophil. Die Borsten sind dazu erdölfrei und es werden nur ökologische Naturfarben verwendet- Ciao Schadstoffe! Wer experimentierfreudig ist kann noch dazu herkömmliche Zahnpasta mit Zahnpasta-Tabletten ersetzen und spart somit eine weitere Plastikverpackung ein!

7. Seife und Peelings

Shampoo, Peelings und Co enthalten nicht nur Mikroplastik (was für uns Menschen schädlich ist), sondern kommen auch ausschließlich in Plastikverpackungen daher die nach Verbrauch weggeschmissen werden. Festseifen sind nicht nur ergiebiger, sondern auch besser für dich und die Umwelt- Win, Win also! Seifen und gerade Peelings (zB aus Kaffee) kann man leicht selber machen und toll mit einem Freundinnen-Abend verbinden! Wer keine Lust auf DIY hat findet bei Sauberkunst eine große Auswahl an veganen und palmölfreien Seifen ganz ohne Plastikverpackung.

8. Der Rasierer

Rasierer und deren Aufsätze sind auf Dauer unfassbar teuer. Einweg-Rasierer zwar billiger, produzieren dafür aber unnötige Mengen an Müll- eine Zwickmühle. Eine nachhaltige Lösung wird in Deutschland immer beliebter: ein Rasierhobel aus Edelstahl, dessen Plattklingen länger halten und den Männer, sowohl als auch Frauen verwenden können! Zum Beispiel zu kaufen bei Waschbär.

9. Kosmetika

Die nachhaltigste Alternative für die hauptsächlich in Plastik eingepackten Kosmetikprodukte wäre wahrscheinlich einfach ganz auf Schminke zu verzichten- aber where ist the fun in that? Ein Umstieg auf Naturkosmetik wie von Liebevollnaturkosmetik ersetzt nicht nur Plastikverpackungen mit Papierverpackungen, sondern man unterstützt gleichzeitig keine Tierversuche, denn diese werden bis heute von vielen bekannte Make-up Firmen ihre Produkte durchgeführt.

10. Damenhygiene

Auch wenn es in unserer Gesellschaft häufig noch als Tabuthema gilt, muss darüber gesprochen und das Tabu gebrochen werden: herkömmliche Damenhygiene-Artikel produzieren große Mengen an Plastikmüll. Dabei gibt es tatsächlich mehrere sinnvolle Alternativen für Tampons und Co: Eine Menstruationstasse sammelt das Blut auf anstatt es aufzusaugen und kann mehrere Jahre lang verwendet werden. Der Period Cup von Fair Squared ist aus fair gehandeltem Naturkautschuk und somit umweltfreundlicher als der Großteil an Menstruationstassen auf dem Markt (meistens aus Silikon). Ganz plastikfrei sind auch waschbare Binden und Slipeinlagen aus (Bio-)Baumwolle wie von Meine Wolke oder wiederverwendbare Tampons von Imsevimse.

Niemand kann von heute auf morgen alleine die Welt retten. Aber: Wer unsere 10 Tipps befolgt und auf plastikfreie Alternativen umsteigt tut unserer Erde und den Generationen nach uns schon einen großen Gefallen.