Fleischfrei als nachhaltige Lösung

 

1. Juli 2019 von Clarissa Till

 

Fleischfrei als nachhaltige Lösung

 

"Also Vegetarier kann ich ja noch verstehen, aber Veganer überhaupt nicht, was isst man denn da?" Das ist ein Satz, den man als Vegetarier oder Veganer wohl am häufigsten hört und bei dem man eigentlich nur den Kopf schütteln kann. Dabei sprechen so viele Argumente eher für eine pflanzliche Ernährung als dagegen. Eine rein pflanzliche Ernährung ist nicht nur moralisch gesehen eine gute Entscheidung, sondern auch was das Thema Nachhaltigkeit angeht.

"Also Vegetarier kann ich ja noch verstehen, aber Veganer überhaupt nicht, was isst man denn da?" Das ist ein Satz, den man als Vegetarier oder Veganer wohl am häufigsten hört und bei dem man eigentlich nur den Kopf schütteln kann. Dabei sprechen so viele Argumente eher für eine pflanzliche Ernährung als dagegen. Eine rein pflanzliche Ernährung ist nicht nur moralisch gesehen eine gute Entscheidung, sondern auch was das Thema Nachhaltigkeit angeht.

Denn die Massentierhaltung ist für erstaunliche 15 Prozent aller Klimagasemissionen verantwortlich und verursacht damit mehr Schaden als alle Flugzeuge, Autos und Züge zusammen. Auch der Wasserverbrauch lässt jeden Umweltschützer zusammenzucken: 70 Prozent des weltweiten Frischwassers geht für die Fleischproduktion drauf. So empfehlen zahlreiche Wissenschaftler des Agrarministeriums einen Fleischverzicht als effektive Methode dem Klimawandel entgegenzuwirken. Das Beste dabei ist, dass fast jeder Mensch selbst dafür verantwortlich ist, was er isst und einkauft. Es ist keine politische oder wirtschaftliche Entscheidung, die von außen aufgezwungen wird.

Und wenn hier nun wieder einmal ein strenger Verfechter des Fleischkonsums einhackt und meint, was denn ein Einzelner von uns schon dabei bewirken könne, kann ab jetzt frech antworten: "Aber irgendwer muss den Anfang machen. Außerdem spart jeder deutsche Veganer jährlich zwei Tonnen an Treibhausgasen ein." Laut dem Ökologen Joseph Poore von der britischen Universität Oxford reduziert eine vegane Ernährung (bei einer durchschnittlichen Produktion von 11 Tonnen pro Kopf) damit fast 20% seiner eigenen Bilanz. Wenn das nicht einmal ein Erfolg ist?

Nichtsdestotrotz ernähren sich rund 8 Millionen Menschen vegetarisch und ungefähr 1,6% der deutschen Bevölkerung vegan. Dass dies leider nicht ausreicht, um unseren Planeten vor einem gravierenden Klimawandel zu retten, ist selbsterklärend. Um mehr Menschen zu einer Ernährungsumstellung zu bewegen, muss man einige Vorurteile aus der Welt schaffen. Es muss nicht jeder zu einem hart gesonnten Veganer werden, aber eine weitreichende flexitarische Ernährung wäre ein erster große Schritt in die richtige Richtung.

Einer der meist verbreiteten Stereotypen ist der, dass man als Veganer oder Vegetarier auf seine Lieblingsgerichte verzichten muss und nur noch auf Möhren kaut. Es gibt aber inzwischen zahlreiche leckere Alternativen, die eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ermöglichen. Und wer seinen Teller Spaghetti Bolognese nach der Arbeit nicht auslassen möchte, kann sich ja darauf einigen, diesen nur alle zwei Wochen zu verzehren und sich dafür aber doppelt so sehr zu freuen.

Um eine mögliche Umstellung zu erleichtern, möchte ich dir einige coole Instagram Accounts und Blogs für eine pflanzliche Ernährungsweise vorstellen, bei denen du die ein oder andere Inspiration finden kannst.

Lena zeigt auf averyeveganlife insbesondere deftiges, veganes Essen. Wer hier nach Gemüsesticks sucht, darf lange suchen. Stattdessen findet man zahlreiche frittierte Sachen in Kombination mit leckeren Pizzen und Burger. Auf ihrem Blog begeistert sie dann mit schmackhaften Rezeptideen, die einem direkt zum nachkochen oder backen verleiten.

Hinter _franziskaschmid steckt eine wahre Powerfrau, die neben ihrer "veggie love" auch viele nachhaltige Tipps für den Alltag mitgibt und eine etwas andere Art von Luxus darstellt. Vor allem faire Mode und Naturkosmetik liegen ihr am Herzen.

Nadine und Jörg aus Ulm sorgen auf ihrem veganen Foodblog eatthisorg für ordentlich Appetit. Allein beim Betrachten der fancy Rezepte und deliziösen Bilder läuft einem regelrecht das Wasser im Mund zusammen.

Christina animiert mit feinesgemuese nicht nur zu einer vegetarischer Lebensweise, sondern auch zu einem Lebensstil, der Lebensmittelverschwendung ausschließt. Kreative Tipps und Tricks warten hier auf dich!

Die vetzgerei in Berlin ist ein besonderes Feinkostgeschäft. Du kannst hier nicht nur lecker essen, sondern auch an zahlreichen Workshops zum Thema Einmachen, Gewürzen und Kochen teilnehmen.

Celinas persönlicher Blog gruene.bohne handelt von veganer Ernährung, fairer Mode und Nachhaltigkeit. Darüber hinaus gibt sie coole Buchempfehlungen und Dokumentationen zur Motivation oder Anregung.

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