Coffee-to-go und nachhaltig?

 

8. Aug. 2019 von letsact Team

 

Coffee-to-go und nachhaltig?

 

Wenn ich Montag morgens um 09:00 durch München laufe, fallen mir jedes Mal die mit Pappbecher überfüllten Mülleimer auf. Ich nehme zwar selbst immer meinen Mehrwegbecher mit, aber diesen muss ich dann den restlichen Tag mit mir herumtragen und darauf achten, dass er in meiner Tasche nicht ausläuft. Aber oft passiert es auch, dass ich ihn im Morgenstress einfach vergesse. Dann ärgere ich mich umso mehr, wenn ich im Coffee Shop einen Einwegbecher überreicht bekomme. Vor allem, wenn man sich die schockierende Statistik vor Augen führt, dass jährlich allein in Deutschland 2,8 Milliarden Pappbecher einmalig verwendet und anschließend weggeschmissen werden. Das sind auf die Stunde gerechnet 320.000 Stück. Ein Coffee-to-go im Pappbecher ist zwar praktisch, aber produziert 40.000 Tonnen Müll pro Jahr. Da fragt man sich, muss das denn wirklich sein? Gibt es da keine Alternative? Und die gibt es! Lange nachgedacht, kurz recherchiert und ich bin dabei auf ein Pfandsystem gestoßen, das ähnlich aufgebaut ist wie das System von Plastikflaschen im Supermarkt.

Das ganze funktioniert ganz einfach: Man bestellt seinen Kaffee bei einem der Pfandsystem-Partner (diese sind meistens schon beim Eingang als solche ausgewiesen) im Pfandbecher statt im Einwegbecher, genießt seinen Kaffee und kann ihn daraufhin bei jedem anderen Partner in ganz Deutschland zurückgeben! Dabei zahlt man meistens 1 Euro Pfand, die man selbstverständlich beim Abgeben des Bechers auch wieder zurück erhält. Die Becher werden dann vor Ort unter geregelten Hygieneanordnungen gereinigt und wiederverwendet. Wenn man seinen Kaffee im Pfandbecher bestellt, zahlt man sogar weniger als für einen regulären Kaffee im Pappbecher, was zusätzlich dazu anreizen soll zur nachhaltigeren Variante zu greifen. Die meisten Pfandbecher besteht aus 100% recycelten Kunststoff. Durch die besondere Bruchsicherheit hält so ein Mehrwegbecher bis zu 500 Nutzungen und Reinigungen durch. Im Gegenzug dazu kann der Pappbecher in Sachen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonen mit seiner einmaligen Nutzung nicht mithalten. Da es alle Pfandbecher in den üblichen Größen gibt, bietet der Pfandbecher eine echte Alternative zum Einwegbecher. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist definitiv der Geschmack. Was das Feeling und die Aromen angeht, liegen tatsächlich Welten zwischen dem Pappbecher und der nachhaltigeren Alternative.

In Deutschland ist das Pfandsystem von RECUP bereits in den meisten Städten vertreten. Alle Pfandsystem-Partner in eurer Nähe findet ihr unter https://recup.de/. Cool ist auch, dass RECUP Mehrweg-Deckel als Kaufdeckel anbietet, die perfekt auf alle Bechergrößen passen. Mehr Informationen erhaltet ihr selbstverständlich auf der Webseite von RECUP. Die Vision ist ganz klar: der Nutzung der Mehrwegbecher sollte ab sofort nichts mehr im Wege stehen und der Pappbecher soll für immer verschwinden.